Neben einer leitliniengerechten Behandlung können je nach Krankheitsbild eine Reihe von Zusatzleistungen erfragt werden. Diese werden nicht immer von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, es handelt sich also ggf. auch um Selbstzahlerleistungen. Von den privaten Krankenversicherungen werden diese Leistungen meist übernommen. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie in der Praxis.

Ärztliche Video-unterstütze Parkinsontherapie:

Die Medikation der Parkinsonpatienten muss im Verlauf der Erkrankung immer wieder überprüft und ggf. angepaßt werden. In dieser Phase ist es für mich als Neurologen wichtig, meine Patienten möglichst häufig zu sehen. Ich muß beurteilen, wie es ihm zu Hause „über den Tag“ geht und wie die eventuell geänderte Medikation wirkt.

Hier nutze ich ein Programm der meisten gesetzlichen und privaten Krankenkassen: Die „ärztliche Videobegleitung zu Hause“. Im Rahmen einer 30 tägigen Behandlung erhalten meine Patienten leihweise ein einfach zu bedienendes Videogerät, mit dem sie kurze Videoaufnahmen machen. Diese werden automatisch in meine Praxis gesendet. Somit stehe ich in dieser Zeit besonders eng mit meinen Patienten in Verbindung und kann deren Medikation genau auf die Bedürfnisse des Alltags anpassen.

Parallel arbeiten wir mit Spezialisten aus Zentren für Bewegungsstörungen zusammen, die die Aufnahmen ebenfalls auswertet (z.B. Uniklinik Köln).

Besonders schätzen die Patienten während der „ärztlichen Videobegleitung zu Hause“ die sog. nichtmedikamentöse Begleittherapie. Telefonisch erfahren meine Patienten von einer speziell ausgebildeten Parkinsonschwester viel Wissenswertes über die Erkrankung. Beispielsweise: Wie gelangen die Wirkstoffe der Medikamente ins Blut, damit sie optimal wirken? Oder: Wie gehe ich mit motorischen oder emotionalen Krisen um?

Weitere Informationen:

mvb http://mvb-parkinson.de/pages/de/startseite.php

Schlaganfall-Risiko-Analyse:

Das unerkannte Vorhofflimmern stellt einen erheblichen Risikofaktor für den Schlaganfall dar, da dieses oft nicht bemerkt wird. Durch eine spezielle Analyse einer 1stündigen schmerzlosen EKG-Ableitung wird die Neigung zu Vorhofflimmern frühzeitig erkannt und kann dann behandelt werden. Dadurch kann das Schlaganfallrisiko deutlich reduziert werden.

Dopplersonografie (Ultraschall) der hirnversorgenden Arterien:

Durch Arteriosklerose und altersbedingte Verengungen oder Verschlüsse der Schlagadern des Halses und des Gehirns stellen ein erhebliches Risiko für einen Schlaganfall dar. Durch eine Ultraschalluntersuchung kann hier Klarheit geschaffen werden und rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet werden.

Demenzcheck:

Das Nachlassen des Gedächtnisses kann verschiedene Ursachen haben. Hierbei kann es sich um eine beginnende Demenz wie eine Alzheimer-Erkrankung handeln, es kann aber auch harmlosere Ursachen haben. Wichtig ist eine frühzeitige Abklärung, um eine adäquate Therapie einzuleiten.

Tremordiagnostik:

Ein Zittern der Hände oder des Kopfes kann auf ein beginnendes Parkinson-Syndrom hinweisen, aber auch andere Ursachen haben. Es wird die elektrische Aktivität schmerzfrei von zitternden Muskelgruppen abgeleitet. Mit diesem Verfahren werden verschiedene Arten des Zitterns unterschieden: u.a. werden Parkinson und essenzieller Tremor unterschieden. Dies ist Voraussetzung für eine gezielte Therapie.

Lichttherapie bei Depressionen:

Die Lichttherapie ist eine einfache, sanfte und wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmöglichkeit bei saisonalen Depressionen. Gerade im Herbst und Winter führt der Lichtmangel zu einer Überproduktion des Hormons Melatonin, was zu Müdigkeit und Energielosigkeit und vermehrtem Appetit führen kann. Die Lichttherapie reguliert die innere Uhr und regt das Gehirn dazu an, vermehrt Serotonin auszuschütten.

Hochtontherapie bei schmerzhafter Polyneuropathie:

Brennschmerzen, Missempfindungen und Taubheitsgefühle durch (insbesondere diabetisch bedingte) Polyneuropathien beeinträchtigen die Lebensqualität oft erheblich. Die sogenannte Hochtontherapie wurde aufgrund der ausgezeichneten Wirksamkeit 2008 in die nationale Versorgungsleitlinie aufgenommen. 2 Elektroden werden in einer entspannten Liege- oder Sitzposition an den Oberschenkel schmerzfrei angebracht. Über einen Zeitraum von ca. 30 min erhält der Körper variierende Wechselströme, was als leichtes Kribbeln empfunden wird. Die Energie der Hochtontherapie dringt sehr tief in das Gewebe ein und entfaltet dort seine heilende Wirkung. Studien zeigen, dass das Taubheitsgefühl und die Brennschmerzen häufig gelindert werden können.

Atteste und Bescheinigungen:

Die Praxis hilft bei der Erstellung von rechtlich wirksamen Vorsorgevollmachten/ Patientenverfügungen. Die Testierfähigkeit ist Voraussetzung für die rechtlich wirksame Erstellung eines Testamentes. Auf Nachfrage kann die Testierfähigkeit und Geschäftsfähigkeit untersucht werden.